| Betreuung für Vogelhaus und Hochbeet erwünscht
Cottbuser Altenheim sucht freiwillige Helfer
Cottbus. Die Vogelvoliere und das Aquarium im Festsaal haben sich
zu den Lieblingstreffpunkten der Bewohner des Cottbuser Senioren-
und Pflegeheims «Riedelstift» des Arbeiter-Samariter-Bundes
(ASB) entwickelt. Das sagt Heimleiterin Michaela Breitfeld.
Früher hätten die Bewohner selbst die Tiere gefüttert
und die Käfige und das Fischbecken gereinigt. Das sei aber
mittlerweile nicht mehr möglich. «Auch unsere Bewohner
werden immer älter und pflegebedürftiger» , sagt
Michaela Breitfeld. Und diejenigen, die es vielleicht noch schaffen
würden, trauten sich nicht. So kümmerten sich derzeit
Mitarbeiter und der Hausmeister des Seniorenheimes in der Bautzener
Straße um die Tiere.
Das aber sei keineswegs die optimale Lösung. «Deshalb
haben wir uns entschlossen, über die Freiwilligenagentur Cottbus
nach ehrenamtlichen Helfern oder Paten zu suchen» , so Michaela
Breitfeld.
Beliebter Treffpunkt
«Es gibt Bewohner, die stundenlang auf Bänken vor dem
Vogelhaus sitzen und den Wellensittichen, Zebrafinken und Kanarienvögeln
beim Zwitschern zuhören» , sagt Heimleiterin Michaela
Breitfeld. Vor zwei Jahren wurde die etwa acht mal drei Meter große
Voliere im Innenhof des Heimes aufgebaut. «Das Geld haben
wir damals von einer Heimbewohnerin erhalten» , sagt die Geschäftsführerin
des ASB-Regionalverbandes Cottbus/Niederlausitz, Christiane Ceglarek.
«Sie wollte, dass wir den Bewohnern einen Ort der Freude schenken.»
Mehr als 30 Vögel haben in der Voliere ein neues Zuhause gefunden.
«Vorher waren sie auf die einzelnen Stationen verteilt»
, erzählt die Geschäftsführerin. Sie hoffe nun, freiwillige
Helfer oder Paten für das Vogelhaus zu finden. Die Tiere müssten
versorgt und das Domizil regelmäßig gereinigt werden.
Das Futter werde bereitgestellt, so Christiane Ceglarek.
Lust auf Gartenarbeit
Auch das wenige Meter neben dem Vogelhaus gelegene Hochbeet bräuchte
dringend eine Frischzellenkur. Wo noch vor einem Jahr Dill, Thymian,
Petersilie und Tomaten geerntet wurden, wuchern dort zurzeit die
Pflanzen wild vor sich hin. «Der Anblick ist nicht mehr der
schönste» , sagt Michaela Breitfeld. Mitarbeiter der
Ergotherapie und der Tagespflege haben das Beet damals angelegt.
Die Küchenkräuter seien natürlich auch zum Kochen
verwendet worden. «Wir würden uns freuen, wenn jemand
mit einem grünen Daumen und Lust auf ein wenig Gartenarbeit
die Patenschaft übernehmen könnte» , sagt die Heimleiterin.
Auf eine halbe Stunde pro Woche schätzt sie den Aufwand. Samen
und Gartengeräte stünden bereit.
Bei einer Umfrage der Cottbuser Freiwilligenagentur im vergangenen
Jahr gaben 54 Prozent der Befragten an, dass sie sich engagieren.
Demnach helfen vorwiegend Erwerbstätige im mittleren und hohen
Alter sowie Rentner auf freiwilliger Basis. Insgesamt leisten die
Cottbuser der Agentur zufolge im Jahr mehr als 54 000 Stunden ehrenamtlich.
# Interessenten können sich unter der Telefonnummer 0355 4775
– 0 melden.
Michél Havasi |