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 02.01.2007 Lausitzer Rundschau

Schulmediatoren bauen Brücken für Generationen
Die jungen Alten – Senioren als Partner der Jugend

Cottbus. Das Konzept ist eigentlich ganz einfach: Engagierte Senioren sind regelmäßig als Schulmediatoren auf Schulhöfen unterwegs, stehen dort Kindern und Jugendlichen bei Problemen bei und helfen, Konflikte zu lösen.


«Seniorpartnerschaft in school» heißt das Projekt, das bereits in mehreren Bundesländern gut läuft. «Wieso soll es also nicht auch in Cottbus klappen» , fragt sich Elke Klengel. Die Augen der ehemaligen Lehrerin leuchten, wenn sie von der Idee der Schulmediatoren erzählt. Weiß sie doch aus ihrer eigenen Erfahrung, wie wichtig vertrauensvolle Ansprechpartner für junge Menschen sind.
Eine Brücke bauen zwischen den Generationen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, und außerdem die Schule in Richtung Gesellschaft öffnen, sind die selbst ernannten Ziele. «Die Schule soll durch uns mit einem ergänzenden und unterstützenden Angebot entlastet werden, damit sie sich ihren Kernaufgaben als Lernort widmen kann» , erklärt Elke Klengel.
Den Jugendlichen eine positive Einstellung gegenüber der Bildung vermitteln und mithelfen, von der Egal-Haltung wegzukommen, das seien die Aufgaben der Freiwilligen. Weniger pädagogisch als vielmehr mit jeder Menge Einfühlungsvermögen sieht Elke Klengel sich und ihre Mitstreiter gern recht bald als Hilfe und Unterstützung für die Schüler. Paarweise würden die freiwilligen Senioren, angefordert vom Schulamt, in die Einrichtungen gehen. Zuhören können sei dann ihr wichtigstes Gut, denn Probleme mit schwierigen Schülern, denen einfach Bezugs- und Vertrauenspersonen in der eigenen Familie fehlen, seien bekannt. «Und ich würde weitermachen, zum Beispiel junge Praktikanten oder Auszubildende begleiten, denn nicht selten stehen die jungen Mädels und Jungen recht hilflos im Betrieb» , so Elke Klengel.
Zu gern hätte die 64-Jährige lieber gestern als heute mit dem Projekt losgelegt, doch so richtig zog die Leitung in Potsdam nicht mit. Nun also ergreift Elke Klengel in Cottbus selbst die Initiative und möchte eine Truppe, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, auf die Beine stellen. «Der Bedarf seitens der Schulen ist ja da, jetzt fehlen nur noch Senioren, die sich ehrenamtlich engagieren.»
Mehr Informationen über das Projekt «Seniorenpartner in school» erhalten Interessenten bei der Freiwilligenagentur in der Zielona-Gora-Straße 16 in Cottbus und unter Telefon 0355 4888663 sowie im Internet unter www.seniorpartnerinschool.de. (kn)
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